Ist mein Tier Krank ?

Meistens ist eine Erkrankung schon am Verhalten des Tieres zu erkennen.

Als gute Erstdiagnose sollte man die Körpertemperatur messen, um anschliessend weitere Massnahmen zu ergreifen oder auch nicht.

Es gibt wechselwarme Tiere, deren Körpertemperatur von der jeweiligen Umgebungstemperatur und der Kreislaufaktivität abhängt (z. B. Würmer, Insekten, Lurche und Reptilien) und gleichwarme Tiere, die ihre Körpertemperatur unabhängig von der Umgebungswärme und Körperaktivität weitgehend konstant halten. Dazu zählen Vögel und Säugetiere einschließlich des Menschen. Vögel sind diejenigen gleichwarmen Tiere mit der höchsten Körpertemperatur – sie beträgt 38 bis 42 °C. Einzelne Reptilienarten wie der Wüstenleguan sind in der Lage, eine zeitweilige Körpererwärmung auf über 47 °C unbeschadet zu verkraften.[7]
Vögel

Viele Vögel können ihre Körpertemperatur in einem besonderen Schlafzustand (Torpor) stark absenken, obwohl sie gleichwarm sind. Nachts kann der Energieverbrauch durch eine geringere Temperaturdifferenz gegenüber der Umgebung auf diese Weise stark reduziert werden. Kolibris und Mauersegler senken die Körpertemperatur von normalerweise 40 °C auf bis zu 18 °C ab, was eine beträchtliche Temperaturdifferenz ist. Bei Kolibris und anderen kleinen Vögeln mit schnellem Stoffwechsel ermöglicht dieser energiesparende Schlafzustand, die Nacht ohne weitere Nahrungsaufnahme zu verbringen. Auch sind viele Vögel dadurch in der Lage, Energieeinbußen während einer vorübergehenden Schlechtwetterlage zu reduzieren.

Die meisten Säugetiere sind nur sehr beschränkt dazu fähig, der Spielraum beträgt meist nur wenige Grad Celsius. Nur wenige Säugetiere halten wie der Igel einen echten Winterschlaf mit längerfristig abgesenkter Körpertemperatur. Eine Winterruhe bei kaltem Wetter und eingeschränktem Futterangebot scheinen jedoch eine ganze Reihe von Säugetieren einhalten zu können. Nach jüngsten Forschungsergebnissen an Hirschen und Rehen können auch diese Tiere ihre Körpertemperatur notfalls täglich über mehrere Stunden hinweg deutlich absenken.

Hunde

Der gesunde Hund hat eine Körpertemperatur von 38,0 bis 38,5 °C bei großen Rassen und bis zu 39,0 °C bei kleinen Rassen (Welpen bis 39,5 °C).

Katzen

Erwachsene Katzen weisen eine Normaltemperatur von 38,0 bis 39,3 °C auf. Körperinnentemperaturen über 39 °C (Hyperthermie) sind in der Regel Folgen von Infektionskrankheiten oder Entzündungen. Auch Wärmestau bei Transport in einem ungeeigneten Behältnis, Aufregung oder Krämpfe können ebenfalls eine Hyperthermie bei Katzen auslösen. Untertemperaturen (Hypothermie) können ein generelles Nachlassen der Lebensfunktionen anzeigen, ebenso treten sie infolge von Narkosenachwirkungen auf. Jungkatzen weisen in den ersten drei Lebenswochen mit 37 bis 38,2 °C eine niedrigere Körperinnentemperatur auf. Spätestens ab der 7. Lebenswoche gleicht sich der Wert dem Normalbereich erwachsener Tiere an.

 

15.09.2013 13:35:03